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Das verdienen Social-Media-Manager

Social-Media-Manager ist vielleicht kein klassischer Kreativ-Beruf, aber da es hier auch einige Freelancer gibt (viele Grüße an Thomas Engeroff), könnte für einige Leser das Gehalt eines Social-Media-Managers recht interessant sein.

In einer Studie von www.gehalt.de wurden 2016 fast 1.700 Social-Media-Managern nach ihrem Gehalt, aber auch nach Berufserfahrung, Firmengröße, Personalverantwortung und Branchen befragt. Zuständig sind sie für die Pflege der Social-Media-Profile, den Kontakt oder den Dialog mit Kunden und der Öffentlichkeit sowie für das Ausarbeiten von Kampagnen auf diversen Plattformen.

Für diese Tätigkeit erhalten Social-Media-Manager im Durchschnitt rund 39.800 Euro brutto im Jahr. Berufseinsteiger müssen sich zunächst mit einem Durchschnitt von 34.000 Euro begnügen. In einem Trainee-Programm bleibt der Verdienst meist unter 30.000 Euro. Wer jedoch neun Jahre Berufserfahrung auf dem Buckel hat, kann sich schon über 50.000 Euro freuen.

Das Gehalt wird dabei von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Zum einen spielt die Größe des Unternehmens eine Rolle, aber auch die Personalverantwortung zählt mit. So verdient ein Social-Media-Manager mit Abteilungs- und Teamleiterfunktion durchschnittlich rund 63.000 Euro, je nach Position, Verantwortung und Branche sind bis zu 71.000 Euro drin.

Ein wichtiger Faktor ist aber auch die Branche. Ein Social-Media-Manager in der Hotel- oder Gastronomiebranche wird mit 32.800 Euro unterdurchschnittlich bezahlt, in Werbung, PR und Medien sind es rund 36.000 Euro. Deutlich höher wird in der Automobilindustrie und bei den Banken bezahlt: hier können sich Social-Media-Manager durchschnittlich über rund 46.700 bzw. 50.700 Euro freuen.

So viel zu den Gehältern von angestellten Social-Media-Managern. Wer jetzt wissen möchte, wie das Gehalt eines Angestellten in das Honorar eines Freelancers umgerechnet werden kann, findet diese Frage auf der Seite Nach Gehalt erklärt.

 

 

 

 

Honorare für Kulturwissenschaftler

Dieser Tage kam eine Mail vom BfK, dem Berufsverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler. Auch dieser Berufsverband hat eigene Honorarempfehlungen, die jetzt auch hier auf der Website bei den Honorarempfehlungen aufgeführt sind – und die natürlich auch direkt bei den BfK-Honoraren aufgerufen werden können.

Wer sich jetzt fragt, in welchen Disziplinen freiberufliche Kulturwissenschaftler tätig sind, findet auf der Website gleich 12 Tätigkeitsbereiche, von Archiv, Dokumentation, Denkmalpflege und Familienforschung über Kunst, Museum, Ausstellungen und Kulturvermittlung oder Kulturmanagement bis zu Medien/Redaktion und Festschriften.

Für die Sparte Archäologie und Grabungen gibt es übrigens noch eigene Honorarempfehlungen – einfach mal schauen …

 

Mehr und mehr sind solo-selbständig

Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) meldet, ist die Zahl der Solo-Selbständigen in Deutschland während der letzten Jahren um rund 40 Prozent gestiegen: um rund 800.000 auf nunmehr 2.600.000. Häufig arbeiten diese in künstlerischen Berufen, als Lehrer, Publizisten, Psychologen oder auch in Pflegeberufen. Also durchaus qualifizierte Berufe.

Inzwischen gibt es 12 Prozent Selbständige in Deutschland, 57 Prozent davon sind solo-selbständig ohne Angestellte, d.h. rund 8 Prozent. Das ist noch nicht einmal viel im Vergleich zum europäischen Ausland. Im EU-Durchschnitt gibt es 17 Prozent Selbständige, davon 72 Prozent Solo-Selbständigen, also rund 12 Prozent.

Die Frage ist nur, ob sich die hohe Zahl der Selbständigen auch rechnet. Für die meisten wohl eher nicht. Rund ein Drittel der Einkünfte, so das DIW-Ergebnis, sind im Niedriglohnsektor zu finden. Die Folge: es ist zu eng, um finanzielle Rücklagen zu bilden.

Und wie ist es mit der Altersvorsorge? Darauf gibt die DIW-Studie keine Antwort. Aber die dürfte auch so klar sein. Wo nichts für Rücklagen übrig bleibt, dürfte auch die Altersvorsorge auf der Strecke bleiben. Deutschland wird in ein paar Jahren ein massives Problem bekommen mit Ex-Selbständigen, denen fürs Alter nichts oder nicht genug geblieben ist.

Zur Situation von JournalistInnen

Bei der Bundeszentrale für politische Bildung ist ein ausführlicher und sehr lesenswerter Artikel über die berufliche Situation der Journalisten erschienen – zum Artikel geht es hier entlang.