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Praktikanten wehren sich

Das gefällt mir: ein Praktikant, der sich zunächst auf ein Praktikum bewerben will und dann stattdessen eine Nicht-Bewerbung schreibt, als er das Praktikantengehalt entdeckt. SPON berichtet darüber. 250 EUR im Monat sind für Praktikanten – wie heißt es so schön? – zu viel zum Leben und zu wenig zum Sterben. Allen Praktikanten ist zu wünschen, dass sie bald einen gut bezahlten Angestelltenjob bekommen. Und für Freiberufler bleibt zu wünschen, dass die Firmen dann nicht ihre Freelancer auf Praktikantenlohnniveau einkaufen wollen.

Lesevergnügen: “Probe auf Lebenszeit”

Köstlich, diese parallel aufgebaute Steigerung im OnReset-Blog „Probe auf Lebenszeit“ – was bin ich froh, dass ich aus dem Alter raus bin, mich durch eine solche Praktikums-Ausbeuterei hindurchknechten zu müssen.

Der Nachwuchs hat es heute echt nicht mehr einfach … Dafür steht unsereins schon eher vor der Frage, wie wir einmal im Alter finanziell über die Runden kommen. Eine gute Ausbildung reicht heutzutage nicht zum Geldverdienen, wenn Verlage und Unternehmen ihren Kostendruck auf die Freischaffenden abwälzen.

Gesamtgesellschaftlich ist das sowieso verdammt kurz gedacht. Zur Zeit knappsen viele Freie entweder am Berufseinstieg rum oder mittendrin – für eine Altersvorsorge bleibt in den meisten Fällen nicht genug Geld übrig.

In zwanzig oder dreißig Jahren werden zigtausend ehemalige Freiberufler im Alter auf staatliche Transferleistungen angewiesen sein. Das zahlt dann die nächste Generation an Steuerzahlern. Also auch die Kinder derjenigen Verlags- und Unternehmensmanagern, die jetzt die Honorardrückerei betreiben. Bewusst oder unbewusst bürden die ihren Kindern gerade eine gewaltige Last auf …