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Rechner und Daten kosten was

Letzte Woche war eine Erweiterung für meinen Rechner fällig. Eine gute Gelegenheit, um den IT- und DV-Kram der letzten Jahre Revue passieren zu lassen.

Ich arbeite seit knapp neun Jahren selbständig. In dieser Zeit haben sich die Daten für etliche Projekte auf der Festplatte angesammelt. Und dazu alles nochmal in einer externen Datensicherung. Anfangs auf Zip-Laufwerken, dann auf gebrannten CDs, seit einiger Zeit in externen USB-Laufwerken.

In den neun Jahren Selbständigkeit habe ich zwei Win-Desktop-Rechner verbraucht, außerdem (nach und nach) zwei Mac-Notebooks angeschafft, weil der Austausch zwischen den zwei Rechner-Welten früher nicht immer reibungslos lief. Um mobiler arbeiten zu können, habe ich irgendwann noch ein Windows-Notebook angeschafft. Das erste ist inzwischen futsch, das heißt, ich arbeite bereits mit dem zweiten Notebook. Jeder Wechsel kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Und das nicht zu wenig.

Das zweite Notebook ist nun zwei Jahre alt. Letztes Jahr ist die Grafikdarstellung kaputt gegangen. Der Bildschirm war plötzlich bunt gestreift. Egal, wie oft ich die Kiste abgewürgt und neu gestartet habe – nichts ging mehr. Für mich hieß das: erstmal alle Daten extern speichern, mein iMac aktivieren, die Daten da drauf packen, E-Mail und Webzugang neu einrichten (der Mac stand eine Weile ungenutzt herum), kontrollieren, ob Daten verloren gegangen sind, die Kunden der laufenden Projekte benachrichtigen, dass sich die Arbeit verzögert usw. Alles in allem gingen zwei Arbeitstage dafür drauf. Das Notebook wurde eingeschickt und war dann erstmal zwei Wochen weg. Nach der Reparatur das gleiche Spiel nochmal: Alles wieder zurückspeichern, die Daten der laufenden Jobs kontrollieren usw. Das war nochmal ein ganzer Arbeitstag. Drei Arbeitstage für nix! Nur weil so ein Grafikkarten-Ding von einem knapp 15 Monate alten Notebook kaputt ging!

Nun ist in den letzten Wochen die 40-GB-Festplatte nach und nach an ihre Grenzen geraten. Naja, 20 GB Daten plus noch die ganzen Programme, kein Wunder. Eine größere Festplatte war bereits bestellt, da kam beim Speichern einer popelig kleinen Tabelle die Meldung „Disk voll“. Den Rest des Arbeitstages war ich damit beschäftigt, Daten zu löschen, die ich nicht mehr brauchen würde, um die anderen (größeren) Jobs speichern zu können. Am nächsten Tag kam mein ITK-Retter mit neuer Festplatte, außerdem gibt es nun ein richtiges Netzwerk mit einem kleinen Server, damit ich die Daten der einzelnen externen Speicherträger mal wieder an einer zentralen Stelle speichern kann. Fünf Stunden hat der gute Mann an Software, Netzwerk und den ganzen Einstellungen gearbeitet, länger als geplant, dazu noch die Software für Betriebssystem und Datensicherung plus die ganzen Hardwareteile – ich bin mal gespannt, wie viel mich am Ende diese Investition kostet.

Jedem betriebswirtschaftlich denkenden Mensch dürfte klar sein, dass sich dieser Zeit- und Kostenaufwand irgendwo in der Kalkulation wiederfinden muss.

Ich sag’s ja

Beim Stöbern bin ich auf eine Forumsdiskussion gestoßen, die ziemlich gut wiedergibt, was ich im vorigen Eintrag meinte: nämlich die Unwissenheit derjenigen, die aufs Geradewohl anfangen, selbständig zu arbeiten. Bei so viel Naivität könnte man glatt in die Tischkante beißen.

Ich sag’s ja: Aufklärung tut not.